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an im Leben außer der Heimath, und wenn Ihr Schätze der Weisheit und Erkenntniß gesammelt habt, dann kommt wieder, und ich will Euch nach kurzer Prüfung in mein Reich einsetzen. Damit Ihr aber stets Euch meiner erinnern in der Fremde und erkennen möget, daß Ihr Eines Vaters Kinder seid, auf daß die Liebe stark in Euch bleibe, so will ich jedem von Euch ein Symbol geben, einen Talisman zur Ermunterung im Guten und zur Abwehr jedes Bösen." Und als er das gesagt hatte, gab er dem Aeltesten ein Buch mit goldenen und silbernen Blättern. „Wie auf jedem Blatte in diesem Buche eine gute Lehre steht, also zeige jeder Tag Deines Lebens eine gute That!" So sagte er. Dann gab er dem zweiten Sohne ein goldenes Kreuz und sprach: „Für Wahrheit und Tugend ertrage willig auch das schwerste Ungemach!" Dem jüngsten Sohne aber gab er einen goldenen Halbmond mit den Worten: „Sanft, wie der Schein des Mondes, sei Dein Eemüth, und mögest Du, wie er, das Dunkel, aber des menschlichen Herzens besiegen!" Darauf segnete er und küßte sie, und also schieden sie von einander-, und ein Jeder zog seine eigene Straße.
Der älteste' der Brüder war schon viele Jahre gereiset im Morgcnlande, und die Lehren seines Buches hatten sich seinem Geiste fest eingeprägt, da geschah es eines Tages, daß er auf seinem Wege im Gebirge des Libanon an eine Hütte gelangte, vor welcher ein Weib auf den Knien lag und mit erhobenen Händen^um eine Gabe flehte. „Siehe", sprach sie, „mein Mann liegt in der Hütte todtkrank, und drei unserer Kinder hat der Hunger, der nun schon seit einer Woche uns heimsucht,

