entbieten vor den großen Pallast und sprach:Der Feind hat meine beiden Söhne erschlagen, und ich habe Niemanden, der meinen Thron erbe. Darum berath- ' schlaget unter einander, wen Ihr für den Würdigsten » haltet, das Land zu regieren, und den will ich als j

Sohn annehmen. Da ich aber kein Heer mehr besitze, -

so müßt Ihr ihn selbst in seiner neuen Würde be- j

schützen." Dann ging er schnell in sein Gemach, l

Aber durch die Mauern hindurch vernahm den jauchzenden Nus des Volkes:Heil unserm gütigen Könige!" Das war sein zweiter Triumph!

Und nun ging ihm das Leben von Tage zu Tage schöner auf; denn obgleich er seine prächtigsten Bauten \

zur Erreichung edlerer Zwecke, als der des Vergnügens, !

verwenden und seine Schatzkammer leeren ließ, um ;

diejenigen zu besolden, die das Volk dem Zrrthume und dem Aberglauben entrissen, so besaß er doch in der Liebe des Volkes den größten Schatz und in dem Glücke desselben die edelsten Vergnügungen. Die Ver­heißungen der Fee waren in Erfüllung gegangen, und als er, alt und lebensmüde, die Negierung in die '

Hände eines wackern, vom Volke gewählten Mannes j

niederlegte, da sah er ein, daß er, obgleich er die äu- ;

ßere Würde abgelegt hatte, nun erst wahrer König geworden sei in dem Herzen eines Jeden des von ihm " ' beglückten Volkes. Sein letzter Triumph war ;

sein Tod; denn so, wie er, war noch Niemand be- j

weint und betrauert worden, und es bedurfte keines -

Epitaphiums, um seine Segnungen dem Gedächtnisse I

. der dankbaren Nachwelt zu überliefern. Nach seinem Tode blieb das Land nicht Erbe einer Familie,