den schwachen Kahn von ihnen hinab in die gähnende Tiefe. Entsetzensvoll schauten die Wandrer auf den Fährmann, um auf seinem Antlitze einen Strahl der Hoffnung zu sehen; er blickte düster vor stch hin und zwang den Nachen mit aller Kraft gegen den Strom. Da stürzte eine Welle, da heulte ein Windstoß, und das schwache Ruder zerbrach und überließ den Kahn dem Spiel der Wellen, die Bewohner desselben dem blinden Zufall — oder der Gnade Gottes. Getrieben von der tobenden Windsbraut, schnellte der lecke Kahn unaufhaltsam dahin, dahin in der einbrechenden Dunkelheit der Nacht, jeder Gefahr entgegen, dahin nach dem unendlichen Ocean.
Die drei Männer lagen betend auf den Knieen und blickten mit starren Augen in den wolkenschweren Himmel. Mehanna aber rief laut: „Du Go.tt des Sturmes und der Wogen! willst Du, daß ich in dem Schooße der Wasser begraben werde, ehe denn ich das Reich des Lichtes gesehen? Führe mich, o führe uns Alle durch Nacht zum Licht!" Und als ob sein Gebet die Kraft besessen, Wogen und Sturm zu sänf- tigen, so plötzlich legte stch jetzt das Toben der Elemente, und nur die Nacht mit ihren tausend funkelnden Lampen umhüllte den schwankenden Kahn und die drei Schiffer. Der Fährmann aber schlug an seine Brust und sprach: „Der Herr sei gelobt! ich will nicht murren; denn so wie er mein Leben bewahrt in dem Aufruhr der Elemente, also wird es ihm auch ein Leichtes sein, mich wieder zu meiner Hütte und den harrenden Meinen zu führen." Ihm erwiederte M o h d i: „Dein Glaube wird Dir nicht trügen; denn wir Alle

