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Der Sand der Wüste glänzte im letzten Sonnen­strahle wie der Spiegel des Meeres. An sein Zelt gelehnt, schaute Sammir, der Greis, in die sinkende Sonne, sprach ein leises Gebet und setzte sich dann auf die Ruhebank. Er gedachte aber seiner Lieben und seufzete:So sehe ich, wie Tag für Tag die Sonne hinabsinkt, ohne daß die Stunde gekommen wäre, die mich den Aufgang nimmer erblicken ließe. Und dennoch möchte ich gerne sterben; denn ich stehe einsam im hohen Alter. Mein Weib und meine älte­sten Söhne sind dahin, und der Jüngste ist gewiß auch todt und hat das Reich des Lichtes, welches meine Augen nicht sehen sollten, nicht erreicht." Und er senkte sein Haupt und schlummerte.

Da war es ihm plötzlich, als vernähme er das Klingeln der Glöckchen der Kameele, und als er ver­wundert aufschaute, gewahrte er seinen Sohn an der Hand eines fremden Mannes, der mit weißen Kleidern angethan war. Er eilte ihm entgegen und drückte ihn an seine Brust und sprach:So habe ich Dich wie­der, und Du hast das Reich des Lichts gefunden?"

Du sagest's, mein Vater!" antwortete Me­tz anna;stehe, ich bin gekommen, Dich zu holen in das Land, wo der Frieden Gotte- wohnt und die Glückseligkeit unendlich ist. Dein Weib und Deine Söhne warten Dein; darum komm und eile!"