50

9 .

Ueber die Mischungen, welche dev Stahl mit verschiedenen Metallen eingeht, nebst Bemerkun­gen über den künstlichen Wootz von Faraday.

Der indische Stahl, unter dem Namen Wootz bekannt, besitzt treffliche Eigenschaften; er besteht aus Eisen, Kohlen und einer geringen Menge metallischer Basen. Dem Autor ist es gelungen, diese Mischung zu bereiten, indem er zerhacktes Eisen mit Kohlenpul­ver schmelzen ließ; wenn die dann erhaltene Masse hämmerbar ist, so muß man sie zerstückeln, und von neuem mit Kohlen schmelzen; man erhalt auf diese Art ein gekohltes Eisen, welches schmelzbar, von dunkelgrauer Farbe und sehr krystallinisch ist; es ist so spröde, daß man es in einem Mörser zu Pulver sto­ßen kann. Dieses Pulver mischt man mit reiner Alaunerde, und erhitzt es stark. Ein Theil der Alaun­erde wird hier durch die Kohle reduzirt, und man er­hält eine Verbindung von Eisen, Alaunerde und Kohle. Wenn man 10 Procent von dieser Mischung mit geschmolzenem englischem Stahle mischt, und da- Ganze in Schmelzung bringt, so hat man den künst­lichen Wootz.

Herr Faraday hat durch Verbindung eine- hal­ben Procent Rhodium mit dem Stahle, eine sehr hämmerbare Legirung bekommen, welche härter ist, als der gewöhnliche Stahl, und vortreffliche Jnstru-