57
Man bedient sich zu diesem Zwecke entweder de- reinen verdünnten Scheidewassers, oder man vermischte dasselbe mit andern Substanzen. Die Türken wenden häufig eine Mischung von Alaun und Wasser (Zamb genannt) an, womit sie die Klinge bedecken, und sie dann einer stark rrhöheten Temperatur aus- setzen; die aus dem Alaun in der Hitze frei werdende Schwefelsäure wirkt hier auf dieselbe Art, wie in an« dern Fällen die Salpetersäure.
Man mag sich zur Hervorbringung der Zeichnungen des einen oder de- andern Verfahrens bedienen, so verliert die ganze Klinge ihren metallischen Glanz, und erhält, indem sie sich mit Rost bedeckt, eine braune Farbe, die ihr durch nachfolgendes Policen wieder genommen werden muß. Will man übrigens, daß die Zeichnungen sichtbar werden, und daß dessen ungeachtet die Klinge eine dunkle Farbe beibehalten soll, so ist es nöthig, daß dieselbe, nach dem Herausnehmen aus der Beize, wohl getrocknet und dann polirt werde. Das Eisen, da es weicher ist, polirt sich zuerst, und erscheint in Gestalt weicher Linien, die über den Stahlgrund (der mehr angegriffen wurde, und daher eine bräunliche Farbe behält,) hervorspringen. Um den Rost von dem Grunde ganz zu entfernen, muß das Policen lange fortgesetzt werden; dieses kann auch ohne Gefahr, die Zeichnung zu verderben, geschehen, denn diese erscheint immer mit weißen, sicher, artig glänzenden Linien, während der Grund eine bleigraue Farbe hat. — Die Zeichnungen der da,

