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der ganzen Masse mehr Gleichförmigkeit und Vollkommenheit der Reife herrscht. Ueberdies beschäftigt sich die erste Lese nur mit den Trauben, welche zuerst reif geworden, mithin der Einwirkung der Sonne besser ausgesetzt gewesen, also gewiß auch den besten Wein liefern.
Dennoch gibt es manche Länder, wo man die Trauben beinahe ohne allen Unterschied sämmtlich zugleich erntet, alles durch einander ohne Auswahl und Sonderung keltert, also gewiß einen viel schlechtem Wein erhält, als man gewinnen würde, wenn man größere Sorgfalt und Umsicht auf die Weinlese verwendete. Languedoc und Provence liefern uns überall Beispiele solcher Nachlässigkeit und ich sehe dafür keine andere Ursache, als die zu große Quantität von Wein, die jede ängstliche Sorgfalt zurückweist und überdies auch gewissermaasen unnöthig macht, da die Mehrzahl dieser Weine zur Destillation bestimmt ist. Man muß den Landwirthen jener Gebiete die Gerechtigkeit widerfahren lassen, daß sie alle ihre zum Getränk bestimmten Weine mit mehr Sorgfalt behandeln. Es gibt sogar daselbst einzelne Kantone, wo man die Weinlese in mehreren Absätzen vornimmt, vorzüglich wenn von Bereitung der weißen Weine die Rede ist. Dies geschieht namentlich bei mehreren Weinbauern der Gegenden von Agde und von Be- ziers. Diese Betrachtungen bestärken uns noch. in der Idee, daß jede einzelne Lokalität ihr eigenthüm- liches Verfahren haben müsse und daß es immer gefährlich bleibe, allgemeine Maasregeln aus solchen einzelnen Handlungsweisen ableiten zu wollen.
Herr Mourgues hat in den Journalen der Physik eine Betrachtung niedergelegt, woraus für mehrere Fälle die Nothwendigkeit einer doppelten Weinlese in zwei verschiedenen Zeiten erhellt. Im

