Achtes Kapitel*).

Don den Tugenden des WeinS.

L^er Wein ist zu einem der gewöhnlichsten Getränke des Menschen geworden und ist zugleich an sich selbst eins der verschiedenartigsten.

Der Wein ist nicht nur tonisch und stärkend, sondern auch in höherem und niedererem Grad nahr­haft und in jeder Beziehung heilsam. Die Alten schrieben ihm die Eigenschaft der Schärfung des Verstandes zu. Plato, Aeschylus und Salomo stimmen in dem Glauben an diesen Vorzug des Weins überein. Aber kein Schriftsteller machte sich so genau mit den Eigenschaften des Weins be-

*) Das eigentliche achte Kapitel des Originals über Es» sigsänre und Essigbereitung lassen wir in der Ueberseßung hier aus, weil es bei Weitem mehr mit Theoremen, als mit der Praxis sich beschäftigt. Wir geben es jedoch der Wollständig- keit wegen als 10. Kapitel ausführlich, wie Chaptal es ge» schrieben hat.

A. d. U.