Der Glaube, daß das Zahnen an sich mit krankhaften Erscheinungen verbunden seyn müsse und bei Katharren gar Nichts zu thun noch zu besorgen sey, hat Millionen Kindern schon das Leben gekostet.— Die fatsche Meinung, daß bei dem Erwachsenen ein Katharr eine ge« ringfügige Krankheit sey, bei welcher Nicht- verdorben, und Nichts gut gemacht werde» könne, hat Tausenden schon das Leben gekostet. Ja man kann mit Wahrheit sagen, daß ein großer Theil Menschen blos durch Vernachtaßigung, oder schiefe Behandlung einfacher Katharre in Lungensuchten verfallen, wozu sie gar keine Anlage von Natur aus hatten. — Kinderkrankheiten überhaupt hielt man vor noch nicht gar langer Zeit von Seiten der Altern für nicht wichtig genug, um sich der ärztlichen Hülfe zu bedienen. Daher ist das Feld der Kinderkrankheiten auch von Seiten der Ärzte noch nicht gehörig bearbeitet.
Erst bei mehr verbreiteter Kultur fand man es der Mühe werth, und durch traurige Beispiele dazu aufgefordert, schickte man früher um den Arzt, der nun Gelegenheit hatte die Verschiedenheit der vorausgegangenen Zufalle, gehörig zu beobachten; so wie die Veränderungen, die er oft in den Leichen der Kinder erst fand, auch ihm erst hellere Begriffe verschafteir.—Besonders »er?,

