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allein vollblütige Knaben, sondern auch minder starke, und sogar Mädchen; denn der Stoff liegt alsdann in der Luft z. B. wie beim Schnu­pfen, beim russischen Katharr oder der Grippe u. s. w. Wie nölhig iss es daher nicht, daß ein jeder einen richtigen Begriff von dieser Krankheit habe, um auf der einen Seite keinen unzeitigen Kummer zu haben, und auf der an­dern keine Zeit zur Rettung zu verlieren.

Daß eher Knaben, als Mädchen von dieser Krankheit befallen werden, leitet ein berühm­ter Arzt, und mit Recht daher, weil die Kna-, den überhaupt einen größern Kehlkopf haben, stärker, vollblütiger und daher zu Entzündungs-, krankheiten überhaupt geneigter sind, als die Mädchen. Letztere sind mehr zu Krampfrrank- heiten geneigt. Auch iss ihr Kehlkopf nicht so stark, der Hals mehr mit Fett bedeckt, und also vor dem Eindruck der äußern Luft mehr geschützt. Doch sind sie nicht allgemein vor der häutigen Bräune sicher, wie wir das be- reits gehört haben.

Daß die Knaben jezt deßwegen öfterer von der bautigen Bräune befallen werden sollen, weil man sie mehr ohne Halstuch gehn laßt, wie ebenfalls ein berühmter deutscher tztrzt glaubt, ist wohl nicht zu vermuthen.