46

oder wegen größerer Gefahr der Vollblütigkeit am Halse oder auf der Stirne selbst Ader lassen müßte. Außerdem müssen auch schleunigst Hatb- bäder, Fußbäder bis unters Knie, oder we­nigstens B ahungen vom warmen Wasser mitAsche,Essig, Senfmehl u. s.w berei­tet, angewendet werden. Die Bähungen macht man mit in Kamillen-Absud, wozu man Eßig mischt; eingetauchtem Flanell, welchen, man warm öfters um die Beine des Kindes schlagt. Dann dienen Blasen Pflaster, und eröfnende K listi re. Erstere werden in den Nacken, und an den von Blutigeln nicht ver­wundeten Stellen des Halses gesetzt, die Ktistire von warmen Wasser, Kamittenabsud mit Zu- saz von Kleien, Ohl, Zucker, Salz- Honig, oder Seife bereitet. Auch können ste aus Eßig, oder Molken (Kaßwasser) bereitet werden. Durch ste soll der Bauch entleert, das Blut einen freieren Umlauf durch den ganzen Kör­per bekommen, und so die Entzündung am Kehl­kopfe durch Abzug vermindert werden.

Ein wesentlich die Entzündung vermindern­des Mittel ist das häufige Trinken von Ei­bisch t h e n aus Kraut und Wurzel, aus H i m- melbrand u. dgl. mit schwacher Mandel­milch versetzt. Oder wenn das Kind gar nicht anderst wollte, so gebe man ihm solange