ölartiges süß riechendes Wesen, Weingeist und Wasser. Jene Säure, die Essigsäure, ist theils mit dem verdünnenden Wasser, theils mit dem Weingeist vermischt, das Oel, die Essig-Naphta aber allein mit dem Weingeiste verbunden. Beide sind dem Weingeiste als Weingeist nicht wesentlich nothwendig, da sie sich von ihn scheiden lassen, ohne daß er aufhört guter Weingeist zu seyn. Sie ertheilen dem Wein- branntewein aber Geruch und Geschmack, und die übrigen diesen von dem Kornbranntewein unterscheidenden Eigenschaften. Will man daher letztere» in jenen umschaffen, so entsteht jetzt die Frage: was ist zu thun?
§. 15 . .
Der Weinbranntewein unterscheidet sich, wie wir oben sahen, von dem Kornbranntewein, daß er frei von Fusel- und Brand-Geruch und Geschmack ist, freie und gebundene Essigsäure, und Essig-Naphta enthält.
Wenn man also Korn- oder jeden andern Frucht- branntewein in Weinbranntewein umschaffen will, so muß man ihn
1) vom Fusel- und Brand-Geruch reinigen;
2) freie Essigsäure und Essig-Naphta hinzubringen, und man wird künstlichen Weinbranntewein besitzen, der alle Eigenschaften des natürlichen hat. Jenes erlangt man durch Abziehen des Brannteweins über Kohlenpulver mit oder ohne Schwefelsäure,

