Die Verfälschung der Weine, chemisch untersucht.
Hier wage ich mich in ein gefährliches §eld, denn es gibt leider viel mehr Arten den Wein zu verfälr schen, als Mittel, die Verfälschung zu erkennen.
In allen Staaten sucht die Poltzep die Verfälschung der Weine zu verhüten und schon in den ältesten Zeiten war dieses die Sorge der Negierung, wie es uns z. B. PliniuS, in seiner bist, nsturslis, D. * 4 - K. 19 und B. rr 2 . K. I. erzählt; schon damals verfälschte man die Weine, mit Marmor, Kalk, Thon, Gips, Pech und Harz. Noch viel schädlichere Beymischungen liefern UNS die neueren Zeiten, wie man aus den Polizeygesczzen TeutschlandS von \ty -]5 uud »698, —den Neichsabschie- den von *487. 1497. 1498. i 5 oo. i 5 o 8 . 1648. und auS den preußischen Edikten von ,718 und »722, erse, hen kann.
Ich will hier nur die Untersuchung einiger Verfälr schungen angeben, die man ohne viele Umstände gleich vornehmen kann.
^ Es gih.t ein sehr schönes Experiment den Wein zu untersuchen, welches Jedermann leicht nachmachen kann und augenscheinliche Befriedigung gewährt. ES ist nemlich ausgemacht wahr, daß jeder Tischwein, (d. h. der nicht zu der Klasse der süßen, sogenannten Liqueurr weine gehört) spezifisch leichter als daS Wasser seyn muß; um diesen zu probiren, erfand ich folgenden Apparat.
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