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Kinder um sich her versammelte, als er zusammentreiben konnte, dann eine schwarze Schürze, statt des Mantels, sich auf den Rücken L hing, sich von weißem Papier einen Kragen machte, alsdann auf U
einen Lehnstuhl stieg, unv nun zu predigen anfing. Und dies ge- f*
schah mit soviel Anstand und Gewandtheit, daß selbst Herr Pastor ...
Seelbach. der einmal ganz unverhofft sein Zuhörer ward, in Erstaunen darüber gerieth. Vielleicht wurde dieses die nächste äußere Veranlasiung, daß Herr Seelbach den Vater Wilhelm zu bereden suchte, seinen Sohn studiren und Prediger werden zu lassen, und sich sogar aus eignem Antriebe erbot, Vorschub dabei zu leisten. I Allein dieser Berg war doch für Wilhelm zu hoch, und er lehnte daher den Vorschlag mit aller Bestimmtheit ab, wie gern er auch |»,i sonst darauf eingegangen wäre. Selbst Heinrich, cher von dem Plane vielleicht einen Wink erhalten haben mochte, suchte solche Ge- :
danken sich aus dem Kopfe zu schlagen. Desto größeres Verlangen «u. ■,
hatte er dagegen, wo möglich später einmal einen Schuldienst erhal- f.« ten zu können. Dabei dürfen wir's jedoch nicht verhehlen, daß dies ßb.' Verlangen nicht etwa aus einer wirklichen innern Neigung zum k», Schuldienste, sondern nur aus dem Umstande hervorging, des Hand- k.., Werks üherhoben zu werden, um Muße zu finden, sich mit Büchern fj... beschäftigen zu können. Diesem Verlangen gab denn auch Wi l- k' Helm gern nach, und ließ Heinrich nach wie vor zum lateinischen m.; Schulmeister wandern. j
Unter solchen Umständen rückte Ostern 1755 heran, da Hein- j=u. rich zum heiligen Abendmahle eingesegnet, zugleich aber auch eine st. endliche Entscheidung über seine Zukunft getroffen werden sollte. |*. Diese gestaltete sich nun auch ganz Heinrichs Wünschen gemäß, k',’ Denn etwa 14 Tage vor Ostern ließ ihn Herr Pastor Seelbach ^ - zu sich rufen und eröffnete ihm, daß er ihn zum Schulmeister zu jjjts, Lützel bestimmt habe, und daß er bereits am 1. Mai dahin abgehen %, - müsse. Lützel war nur etwa 1Va Stunden von Grund entfernt, -■ und lag in einer bezaubernd schönen Gegend. Doch wahrlich, dieser ■- bedurfte es nicht erst, um dem jungen Stilling das Herz vor k’/- Freuden hüpfen zu machen, bei dem Gedanken, daß er nun sein jf: •* sehnlichst erwünschtes Ziel, und zwar wider alle Erwartung so früh, g. ,fi v erreichen solle. Dazu kam noch die Annehmlichkeit, daß Heinrichs - bei seinem Vater in Grund wohnen bleiben und so ein Bedeuten- des sparen konnte. Da nämlich, wie auf allen kleinen Dörfern in p^ > jener Gegend, so auch in Lützel, altem Herkommen zufolge, vomk> l sten Mai bis Martini wöchentlich nur zwei Tage, Freitags und» Sonnabends, Schule gehalten wurde, so brauchte er immer nur dieseJ

