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auf sah, hörte er plötzlich ein Gepolter; er sah hin. und vor seinen Augen ward's schwarz wie die Nacht. Denn lang hingestreckt lag da der theure, liebe Mann, seine Hände vor der Brust gefallen; die Augen starrten, die Zähne klapperten, und alle Glieder bebten, wie ein Mensch im starken Frost. Heinrichs Jammergeschrei sam­melte auch die Uebrigen alsbald um den Sterbenden. Alle Rettungs­versuche waren vergebens. Nur noch einmal errang sein Geist die Herrschaft über beu sterbenden Leib, und während sein Angesicht wie eines Engels Antlitz glänzte, und sein geistiges Auge den Himmel offen sah. sprach er mit zwar leisen, doch vernehmbaren Worten: Lebt wohl, meine Lieben, in dem schönen Himmel sehen wir uns bald wieder!" Und wie er das gesagt, stand sein Odem still. Alle fielen auf ihre Knie, und Margarethe flehte, daß ihr Gott und Erlöser ihres lieben Eberhards Seele gnädig aufnehmen und zu sich in die ewige Freude nehmen möge, und die Uebrigen beteten in der Stille mit.

Trillings Jünglingsjahre.

Heinrich Stilling setzte nun mit dem unermüdetsten Eifer und glücklichsten Erfolge sein Lateinlernen fort, ging demnach Morgens mit seinen nöthigen Schulbüchern und einem Butterbrote für den Mittag nach Hilchenbach und kehrte dann Abends nach Grund zurück, um seinem Vater am Handwerke zu helfen. Dem Vater Wilhelm wurde indeß die Zeit schon zu lange, und er wünschte den Knaben, der jetzt zwölf Jahre alt war, bald wieder mehr am Handwerke zu haben. Das war aber für Heinrich der schrecklichste Gedanke von der Welt; denn er hatte keinen höheren und seligeren Wunsch, als dereinst einmal Prediger werden zu können; und sein Herz schwelgte in lauter Wonne, wenn er sich aus der Kanzel dachte und sich dazu vorstellte, wie selig es sei, ein ganzes Leben unter Büchern hinbrin­gen zu können. Ja dieser Gedanke, der seine ganze Seele füllte,, f konnte den Knaben oft dergestalt begeistern, daß er, wenn seine An­gehörigen nicht zu Hause waren, oben auf seiner Kammer soviel