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Tage dort zu sein, und konnte somit den größern Theil der Woche in Grund bleiben. Da ihn jedoch während seines Dortseins sein S' Vater weit mehr mit dem Handwerke beschäftigt wissen wollte, als es Heinrich lieb war, so wußte er endlich den Vater dahin zu stimmen, daß er zu Lützel bei dem dortigen Jäger einquartiert wurde. Und wer schildert seine Freude, als er in dessen kleiner Bibliothek Gunter andern herrlichen Büchern eine Uebersetzung des griechischen ' i Dichters Homer fand, und die Erlaubniß erhielt, davon nach Be- i lieben Gebrauch machen zu dürfen. Dieser Jäger war zwar ein ^redlicher, braver Mann, aber leider ein Todfeind des Herrn Pastor L R Seelbach, wovon Heinrich indeß nichts wußte. Gleichwohl war .i I sein näherer Verkehr mit demselben dem Herrn Seelbach ein Dorn -m»im Auge. Und da derselbe nun überdies bei seinen Schulbesuchen . U nicht Alles so fand, wie er's in seinem Eigensinne wohl gern ge- , ^fehen hätte, und ihm sogar hinterbracht wurde, daß seine Anordnun- '];|gen nicht pünktlich befolgt würden, so war er entschlossen, Heinrich 'von seinem Schuldienste wieder zu entfernen. Hiervon hatte aber Niemand auch nur im entferntesten eine Ahnung. Ganz unerwartet,

^ wie ein Blitz aus heiterm Himmel, traf unfern Heinrich vielmehr etwa vierzehn Tage vor Martini d. I. die Weisung des Pastors, ^den Schuldienst sofort aufzugeben und zu seinem Vater zurückzu- ' kehren. Die Lützelner wurden über diesen Ausgang der Sache zwar , über die Maßen ungehalten, und schwuren: der Pastor solle ihnen tihren Schulmeister nicht nehmen. Allein Wilhelm Stilling, wie ^ sehr er sich auch ärgerte, fand doch rathsamer, seinen Sohn zu sich ^zu nehnien, um ihn an seinem fernern Glück nicht zu hindern und ? den Pastor hernach nicht immer auf dem Halse zu haben. Mit blutendem Herzen packte deshalb Heinrich den kleinen Vorrath Kleider und Bücher in einen Sack, hing ihn auf den Rücken und wanderte, von seinen Schülern eine lauge Strecke begleitet, gen Grund, wo ihm sein Vater schon am nächsten Morgen statt der Bücher die Schneidergeräthe in die Hand gab, und ihn wieder hinter die Nähnadel setzte. Natürlich war dies für Heinrich, nachdem er einmal die Süßigkeit des Schulhaltens, und was ihm noch mehr igalt, des ungestörten Lesens, gekostet hatte, um so mehr eine uner­trägliche Last; und der Gedanke, daß er nun vielleicht für immer hinter der Nähnadel werde gehalten werden, und sein Leben im Winkel unter Schneidergeräthen zubringen sollte, preßten ihm oft die bittersten Thränen aus. Mit verdoppelter Kraft und in ganzer Stärke erwachte daher auch grade unter diesem Drucke der äußeren Verhältnisse sein ihm so tief eingepflanzter Trieb zum Lesen; doch nur