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bewies, das Geld auf landübliche Zinſen in feine Handlung zu geben. Nur erſt nach vielen Schwierigkeiten, und bloß wegen des gränzenloſen Zutrauens, welches der Ritter in ihn ſetzte, erfolgte endlich ein aufrichtiges Jawort; und der Ritter entging durch dieſes Ja der gewiß nicht kleinen Sorge, ein ſo anſehnliches Kapital unterzubringen. Dazu kam noch, daß er nun die Anträge ſo mancher Ritter und Herren, womit man ihn, außer dem Kaſten-Aſſeſſor Nr. 3., gleich nach des Emſigen Tode beſtürmt und beſäuſelt hatte, geradezu von der Hand weiſen konnte. Da ſehen die Frau Schweſter mit den Holländerzähnen, wenn der Ritter auch wollte— kann er? Die Wechſel, die der Ritter acht Tage nach dem Ableben des Emſigen geſtellt hatte, und die wegen ihres ſonderbaren Verfalltages erwähnt zu werden verdienen, wurden bis zum letzten Heller bezahlt, und doch blieb unſer Ritter ſchuldenfrei, und beſaß herrliche Güter, welche, ohne die Kreuze mitzurechnen, zu den erſten im Lande gehörten, und außerdem noch ein Kapital von einhundert und fünfzig tauſend Thalern. Die
9. 25. Erziehung unſeres Helden war völlig dieſen Vermögensumſtänden angemeſſen, die, ſo wie ſie zu allen Dingen nütze ſind, ſich auch bei Erziehungsanſtalten ihre Stimme nicht nehmen laſſen. Man kann nicht ſagen, daß unſer Held ſchwächlich war, und daß er die erhaltene Nothtaufe körperlich bewies; doch gehörte er auch nicht zu jenen Felſenfeſten, die unſer Ritter, wiewohl ſehr uneigentlich, geborne Atheiſten nannte — die ſich vor nichts fürchten und deren Stärke ihr Gott iſt. Die Schwächlichkeit unſeres Helden verhinderte gewiß

