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bekannt? Hat nicht Ihr ſterbender Vater mich geſegnet und mir ein Recht auf Ihr Herz gegeben? War es nicht Ihre Hauptabſicht das Gllick Ihrer Sophie zu machen? Und wird Mutter Sophie Fehler der Förmlichkeiten auf die Wagſchale legen? Sie, die ſo wie die Gottheit nicht auf das ſieht, was vor Augen iſt, ſondern auf das Herz? Beſitz' ich nicht Ihre Maurerhandſchuhe? Und wer wird mich begleiten? Sie? was wird dann die Welt ſagen! Sie nicht? was dann mein Herz! Doch, was Sie wollen, iſt mein Wille; nur daß der Engländer uns nicht trennt, der nicht liebt, ſondern Liebesgrillen hat! Tag und Stunde waren ver­abredet, wann der Ritter feine Sophie ihrem Pflegvater entführen wollte; und ſo ſchlan der Engländer war, und fo ſehr er ſeine Sorgfalt ſeit einiger Zeit vermehrte, ſo wußte er doch ſo wenig von dieſem Vorhaben, daß er vielmehr aus Sophiens Betragen abnehmen zu können glaubte, fie bemühe ſich wieder zurück in die ihr angewieſene Rolle zu kommen, wenn ſte gleich noch nicht zu den ſich reinigenden Seelen, viel weniger zu den Tugenden einer ſchon gereinigten Seele ſich hinaufgeſchwungen habe. Es wär auch Schande, wenn Weiber nicht über Apoſtel wären. War nicht Delila über Simſon und Eva über Adam? Eine Antwort von ſeiner

8. 163. Mutter

ſchob die Reiſe einen Tag auf; zwar nicht Sophiens; dieſe reiste gerade zum Altar, begleitet von dem vertrauteſten Freunde unſeres Helden. Der Brief enthielt die Schlußantwort für den Engländer, der edlen Sophie völlig angemeſſen. Sie beſchwor ihn bei jenen jugendlichen Freuben, welche Freude und Unſchuld ver anlaßt hätten, nicht in fie zu dringen. Ihr Entſchluß war uner=