6 Rußland.
erſt kroͤnen und vertrieb die Juden aus Rußland. Sein Sohn Jurje erbaute 1147 Moskau. Waͤhrend dieſer Familienkriege war unter allen Ruſſ. Staͤdten Nowgorod am gluͤcklichſten, obgleich auch hier durch die Nachbarvoͤlker geſchwaͤcht, welche die innere Zwietracht zu feindlichen Einſaͤllen benutzten. Am gefaͤhrlichſten wurden ſeit 1223 die Mongolen. Dieſe Eroberer hatten die Polowzer beſiegt; zu ſpaͤt leiſteten die Ruſſen den Ueberwundenen Beiſtand. Velde verbündete Völker wurden 1225 an der Kalka geſchlagen. Doch beſetzten die Mongolen erſt nach einem 15. jährigen Verheerungskrtege, als der Groß— fuͤrſt Jurje II. in der Schlacht bei Sita 1233 gegen den Khan Batu geblieben war, ganz Rußland. Nur Nowgorod erhielt durch Vertraͤge feine Unabhaͤngig— keit. In Hinſicht auf Bildung hatten die Ruſſen gegen andere Voͤlker geringe Fortſchritte gemacht, woran die Verſchiedenheit der Nationen und die mi— litairiſche Verfaſſung vorzüglich Schuld waren. Der Handel war meiſtens in den Haͤnden Deutſcher Kauf— leute, welche mit den Miſſionagrien ſeit 1200 von der Dung her nach Rußland kamen. Die Haupt: ſitze dieſes Handels, die nach dem Weſten durch Deutſche und nach dem Süden durch Griechen bes trieben wurden, waren Nowgorod und Kiew. Von einer gelehrten Bildung wußte man nichts; die Be— gebenheiten wurden in Moͤnchschroniken, aber in der Landesſprache aufgezeichnet, wovon ſeit Neſtor(ſt= um 1113) eine lange Reihe vorhanden iſt. Außer dem Drucke, welchen die Ruſſen durch die Mongolen erlitten, mußten fie noch mit den Lieflaͤndern, Deuts
······——/ NS,

