8 Rußland.

ſchen und Schwediſchen Kriege Rußlands Macht ge: theilt. In dieſem Zeitraume der Ruſſ. Geſchichte entſtanden die Koſaken. Die Polen und Lithauer hatten naͤmlich alles Ruſſ. Gebiet im Weſten bis Kiew erobert und druͤckten die Beſiegten ſowohl durch ihre Herrſchaft als auch durch ihren Religions­eifer. Ebenſo wurden die Ruſſen von Oſten her durch die Krimiſchen Tataren gedraͤngt. Die Miß vergnuͤgten zogen ſich daher in die menſchenleeren aber fruchtbaren Gegenden der Ukraine, und lebten hier in einer militairiſchen Verfaſſung unter Atama­nen(Hetmann), denen die Aelteſten der verſchiedenen Staͤmme(Starſchine) zugeordnet waren. Iwans J. Gemahlinn Zos bewirkte viel Gutes in Rußland. Iwan ſelbſt erhob die Einheit und Untheilbarkeit des Reichs zum Reichsgeſetz; er hielt die Großen in Unterwuͤrfigkeit, ſtellte die Graͤnzen des Reichs wieder her und machte Kaſan von Rußland abhaͤngig. Auch fuͤhrte er den Gebrauch der Feuergewehre ein. War gleich die Bildung nur unbedeutend fortgeſchritten, ſo konnte doch die Regentenkraft, welche hier einen freiern Spielraum als in irgend einem andern Sla viſchen Staate hatte, viel ausrichten. Unter Iwans Sohn Waſilej verloren die Großen noch mehr von ihrem Anſehen. Im Kriege mit den Polen eroberte er Smolensk; allein die Krimiſchen Tataren pluͤn­derten das Land, und die Bundesgenoſſen derſelben, die Polen, ſchlugen mehre Male die Ruſſ. Heere. Kalſer Maximilian ſuchte dieſe Steltigkeiten beizu legen, um einen heil. Bund aller chriſtl. Fuͤrſten gegen die Türken zu Stande zu bringen, und ſchickte

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