hat, daß ihnen die Kälte nichts ſchabet, dahingegen die Hitze ihrer Geſundheit mehr nachtheilig iſt; denn man hat gewiß noch kein Exempel, daß Schaafe in kalten Staͤllen erfroren waͤren, wohl aber weiß man, daß viele von der Hitze und Durſt krepirt ſind.
3. Wenn viel Schnee liegt, fo muſſen die Hohlwege von demſelben gereiniget werden, damit jedermann gut fortkommen konne.
4. Nicht nur bey Schlittenbahne, ſondern auch bey hartem Wege, wird Brenn- und Bauholz, Steinkohlen, Steine zum bauen und zu Kalch, wo Kalchöfen find, angefahren. Der bereits ausgegrabene Mergel wird entweder auf Schlitten oder Wagen auf die Aecker und Wieſen in kleine Haufen gefahren, damit er deſto beſſer zerfalle, und ſodann im Fruͤhlinge deſto leichter verbreitet werden koͤnne. Eben dieſes gilt auch vom Schlamm, Lehm oder anderer guten Erde, fo zur Důngung. werden ſoll.
5. Das Aufeiſen der Teiche iſt eine ncthige Arbeit; der Wuhnen, oder Eisloöcher muͤſſen nach Proportion der Große eines Teiches mehrere ſeyn; beſſer ein paar zu viel als ju wenig, weil der Ueberfluß derſelben nichts ſchadet; das ausgehauene Eis darf nicht unter die Wuhnen geſtoßen; ſondern muß herausgezogen werden. Hat man einen Zugang von Waſſer aus den oberhalb liegenden Muͤhlen oder andern Werken, ſo iſt man dieſer Arbeit entüßrigt, weil das beſtaͤndige Ab, und Zufließen das Zufrieren ſelten geſtattet; das Waſſer müßte denn wenig, und die Kalte groß ſeyn, und in dieſem Fall muß das Aufeiſen des Vorund Nachmittags geſchehen, und zwar fruͤh erſt nach Sonnenaufgang.
Solche Teiche, die gute und ſtarke Quellen haben, die im Winter mehrentheils warm find, bedürfen keine Wuhnen, weil dieſe niemals ganz zufrieren, mithin hat man nur noͤthig eine Oeffnung beym Ständer zu machen, um

