nen, und ihn nach dieſen Keuntniſſen auch anpflanzen. Sd ausdaurend ein Acaeienbaum iſt, fo zärtlich iſt er in feiner allererſten Jugend von dem Augenblicke der Saat­zeit an bis zum folgen den Fruͤhjahre. Hat man aber die­ſe Jugend gepflegt, ſo hat dann der junge Baum mit ſei­ner Wurzel all das Ausdaurungs Vermögen erhalten, das ich oben von ihm angegeben habe. Man hat dieſe nothwendige Sorgfalt der Verpflegung in ſeiner erſten Jugend dem Baume als ein Gebrechen anrechnen wollen, aber dabey uͤberſehen, daß man bey dem Eich- und Buch­Baum den nemlichen Gefaͤhrlichkeiten ausgeſetzt iſt, mit dem wichtigen Unterſchiede, daß man bey dem unaͤchten

Acacienbaume durch die Kunſt dem allen gar leicht begeg­

nen kann, ſo man bey dem Eich- und Buchbaum zu lei­ſten oft unvermoͤgend iſt.

Das ganze Geheimniß bey der Anpfianzung eines Ucas cienwaldes beſteht ganz allein in der richtigen Auswahl der Beete, in welche man den Saamen aus ſaͤen will. Hierzu muß man den allerfetteſten Boden in ſeinem Garten waͤh­len, der gegen die rauhen Nordwinde Schutz hat, hin­gegen der Sonne recht ausgeſetzt iſt. Wer alfo Acacien­ſaamen ausſaͤen will, muß den kraͤftigſten und wohlbear­beitetſten Boden in ſeinem Garten dazu ausſuchen; je mehr ſich dieſe Erde jener nähert, worin man feine Blumen zu pflanzen pflegt, deſto beſſer wird der Saame aufgehen, und je ſchneller wird der junge Baum wachſen. Hat die­ſes erwaͤhlte Land einen Schutz vor kalten Nordwinden, ſo iſt die Lage vortrefflich, wo nicht, ſo muß man dem Saamenbeete eine ſolche durch eine niedere aufzufuͤhrende Bretwand verſchaffen. Schatten vor der Sonne können die jungen Pflanzen gar nicht vertragen; man muß alſo dahin denken, dieſe Saamenbeete nicht in der Nachbar. ſchaft von Baͤumen anzulegen. Ver dieſe Umſtaͤnde nicht beyſammen findet in ſeinem Garten, der muß ſich dieſen Platz mit vieler Muͤhe aufſuchen, und feine fette Garten: