— Im Ganzen, ſagte Pagina, als meine Groß mutter die Stiege hinab war, hat deine theure Schweſter recht, du treibſt die Ehrlichkeit bis zur Einfältigkeit.
Mein Onkel ſprang lebhaft auf und faßte den Advokaten beim Arme, den er mit ſeiner Eiſenhand drückte daß Pagina beinahe aufſchrie.
— Pagina, ſagte er, das iſt nicht bloß Ehrlichkeit, das iſt ein edler und rechtmäßiger Stolz; das iſt Achtung nicht allein gegen mich ſelber, ſondern auch gegen unſere arme unterdrückte Klaſſe. Soll ich dieſen Krautjunker ſagen laſſen er habe mir eine Art Trinkgeld geſchickt, und ich habe es angenommen? Soll ich ſie, deren Wappenſchilde nur Bettelzeichen ſind, in den Stand ſetzen uns den Vorwurf der Bettelei heimzugeben den wir ihnen ſo oft gemacht haben? uns zu ſagen daß auch wir Almoſen empfangen, ſobald man uns nur welche geben will? Hör Pagina, du weißt ob ich den Burgunder liebe; du weißt auch, nach dem was meine theure Schweſter ſoeben geſagt hat, ob ich Hemden brauche; aber um alle Weinberge Burgunds und um alle Hanfäcker Brabants wollte ich nicht daß es in der Amtmannsſchaft einen Blick gäbe vor dem ich den meinigen niederſchlagen müßte. Nein, ich behielte dieſes Geld nicht und wenn ich es brauchte um mein Leben damit loszukaufen. An uns Männern won Herz und

