zur Würde eines Miniſtranten promovirt, und ich ſage es mit Stolz, er war eines der beſten Chorkinder des Kirchſpiels; wenn er in der Laufbahn verblieben wäre die ihm der Vetter Guillaumot eröffnet hatte, ſo wäre er ſtatt eines ſchönen Pompierlieutenants, der er heute iſt, ein prächtiger Pfarrherr geworden. Ich würde dann freilich noch im Nichts ſchlafen, wie der Dichter ſagt; aber der Schlaf iſt ein vortrefflich Ding.

Dem ſei wie ihm wolle, mein Vater verdankte ſeinen prieſterlichen Verrichtungen einen ſüperben himmel­blauen Frack. Dieſes Glück wurde ihm folgendermaßen zu Theil: Das Kirchenbanner des heiligen Martin, des Schutz­patrons von Clamecy, war durch ein neues erſetzt wor­den; meine Großmutter, mit jenem Adlerblick den man bereits an ihr bemerkt haben wird, hatte entdeckt daß dieſer geweihte Stoff Zeug zu Frack und Hoſen für ihren Aelteſten enthalte, und ſie hatte das abgelegte Banner um ein Bagatell von der Kirchenverwaltung erſtanden. Der Heilige prangte in der Mitte; der Künſtler hatte ihn in dem Augenblicke dargeſtellt wo er mit ſeinem Säbel ein Stück von ſeinem Mantel haut um die Blöße eines Bett­lers damit zu bedecken. Das war jedoch kein Hinderniß für die Abſichten meiner Großmutter; man drehte den Stoff um, und kehrte den heiligen Martin auf die Rück ſeite, was dem Heiligen übrigens ganz gleichgültig war.