eines Sonntags nach der großen Meſſe mein Onkel, der einen Beſuch in Roſenthal zu machen hatte, ihn aufforderte mitzugehen. Kaſpar, der lieber Ball ſpielte als ſeinem Onkel den Adjutanten machte, antwortete daß er nicht könne weil er einer Taufe beizuwohnen habe.
— Das iſt kein Hinderniß, ſagte Benjamin; ein anderer wird an deine Stelle treten.
— Ja, aber ich muß um ein Uhr in die Kinderlehre.
— Ich glaubte du ſeiſt konfirmirt.
— Das heißt, ich war auf dem Punkte konfirmirt zu werden. Du haſt mich daran verhindert, weil du mich den Abend vorher betrunken machteſt.
— Und warum betrankſt du dich? ö
Weil du ſelber angetrunken warſt, und mir drohteſt mich mit dem flachen Degen zu ſchlagen wenn ich nicht trinke.
— Ich hatte unrecht, ſagte Benjamin; aber das iſt gleich, du haſt nichts zu befürchten wenn du mit mir kommſt; ich habe nur einen Augenblick zu thun, und. wir ſind vor der Kinderlehre zurück.
— Ja, zähl darauf, anwortete Kaſpar, wo ein anderer eine Stunde zu thun hätte, brauchſt du einen halben Tag: du hältſt dich bei jeder Schenke auf. Und ö der Herr Pfarrer hat mir verboten mit dir zu gehen, NEN weil du mir ein ſchlechtes Beiſpiel gibſt.|

