182*
— Gut! frommer Kaſpar, wenn du nicht mit mir gehſt, ſo lade ich dich nicht zu meiner Hochzeit ein; wenn du mir dagegen dieſe Gunſt erzeigſt, gebe ich dir zwei Groſchen.
— Gib mirs gleich, ſagte Kaſpar.
— Und warum willſt du es gleich, Schlingel? mißtrauſt du meinem Worte?
— Nein, aber ich habe keine Luſt dein Gläubiger zu ſein; ich hörte ſagen in der Stadt du bezahleſt keinen Menſchen, und man wolle dich nicht auspfänden laſſen, weil deine Fahrniß keine ſechs Groſchen werth ſei.
— Wohlgeſprochen, Kaſpar, ſagte mein Onkel, da haſt du drei Groſchen, jetzt geh und ſag meiner theuren Schweſter daß ich dich mitnehme.
Meine Großmutter trat bis auf die Thürſchwelle vor um dem Kaſpar die größte Sorgfalt für ſeinen Frack anzuempfehlen, denn, ſagte ſie, er müſſe ihn auf der Hochzeit ſeines Onkels tragen.
— Machſt du Spaß? ſagte Benjamin, braucht man einem rechten Chorknaben ſein Banner ans Herz zu legen?
— Onkel, ſagte Kaſpar, ehe wir uns auf den eg machen will ich dir eins ſagen: wenn du mich noch einmal Bannerträger, Blaumeiſe oder Patron von Clameey heißſt, fo gehe ich mit deinen drei Groſchen durch und ſpiele Ball.
W

