Stunde nicht erwartete, benachrichtigte dieſen von dem Ereigniſſe das Statt finden werde. Meinem Onkel ſtieg, inmitten der Nebel die ſein Gehirn verfinſterten, die dunkle Erinnerung auf daß ſeine Schweſter im erſten Jahre ihrer Ehe eine ſchwere Niederkunſt gehabt hatte A. welche ihr Leben in Gefahr brachte, und alsbald löste. er ſich in zwei Thränenſtröme auf.
Ach! rief er mit einer Stimme welche die ganze Mühlſtraße aufzuwecken drohte, meine theure Schweſter wird ſterben, ach! ſie wird—
— Frau Laland, rief meine Großmutter aus der Tiefe ihres Bettes, jagen Sie mir dieſen Saufaus zur Thür hinaus.
— Gehen Sie, Herr Rathery, ſagte Frau Laland, es hat nicht die mindeſte Gefahr; das Kind zeigt ſich mit den Schultern, und in einer Stunde iſt Ihre Schweſter entbunden.
Aber Benjamin ſchrie immer zu: Ach! ſie wird ſterben, meine theure Schweſter.
Beißkurz, der ſah daß die Rede der Hebamme nicht ö den geringſten Eindruck machte, glaubte nun ſeinerſeits dazwiſchen treten zu müſſen.
— Ja, Benjamin, mein Freund, mein lieber Bruder, das Kind zeigt ſich mit den Schultern, ſei ſo gut und geh zu Bett, ich bitte dich.

