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und beherzt, bis sie am Ufer war, «nv das Städtchen hell und im Somieuglanze vor ihr lag.
Nun war es ihr wieder leicht umö Herz, sie höhlte freyer Athem, uud eilte muntern Sinnes zum Thore hinein. Und an den Markt war sie gekommen, und wollte nun das Garn herausnehmen aus dem reinlichen Körbchen. Aber hilf Himmel! wie ward dein armen Kinde zu Muthe, als sie hineinblickte! Es war leer, und kein Faden darinnen! Sprachlos starrte Dorilla vor sich hin, der Schrecken hatte ihr Worte und Gedanken geraubt, betäubt sank sie auf die Stufen eines großen Gebäudes, und weinte so tief und schmerzlich, als wollte sie sich auflösen in Thränen und Jammer. Die Vorübergehenden blieben vor ihr stehen, und sahen, theils bedauernd, theils spöttelnd auf sie hin, keiner aber fragte nach der Ursache ihres Jammers. — Das Garn war weg, und blieb weg; sie mußte es bei dem Stege verloren haben. Aber mit dem Garne war, ach! der Verdienst eines ganzen Monathö dahin, und das arme Kind sah keine Hilfe und keinen Rath. — Zu betteln scheuere sie sich, und wenn sie auch einmahl die großen blauen Augen bittend erhob, so versagten ihr Schaam und Thränen die Sprache und so blieb sie immer unverstanden und unbeachtet.

