und neckend sie in seltsamen Ringen umftvsse», so daß ihr auch der Rückweg bedenklicher wurde, und sie wie in einem Aanberkreise stand, woraus kein Weg führte. Vergebens starrte ihr Auge in die Ferne. Wohl sah sie das Ddrflein, aber der Nebel schien es immer weiter zu entfernen, und die Kluft immer unübersteiglicher zu werden, so daß sich endlich vor Angst und Granen ihr Haar sträubte, und ihr unendlich beklomitien ums Herz wurde.

AlSbald gedachte sie des Fremden vnd seines Versprechens, und sie sah sich ringsum, »nd rief laut durch die Dämmerung, daß ihre Stimme von den nahen Bergen wiederhallte. Auf ein­mahl gewahrete sie bey dem Scheine des auf­gehenden Mondes eine bewegliche Gestalt am Bcrgwege, die immer naher kam. Bald konnte sie den Jäger erkennen und den grünen Mantel, und schon unterschied sie ein weißes Gesicht. Aber die dunkle Hülle wogte in so abentheuer- lichcn Formen um die übrige Gestalt, und gab ihr ein so seltsam gespenstisches Ansehen, daß ihr immer banger ward, je naher er kam. Doch bald vernahm sie deü Jägers Stimme dicht neben sich, die ihr freundlich zuflüsterte: Hier, Mädchen ist Garn. Auch schicken dir die Schwestern die Spindel mit, bewahre sie aber, und lasse sie