ihrem Ueberflusse mir so viel geben, als von Nöthen ist, um nicht sammt den Meinigen wäh­rend des harten Winters umzukommen. Durch ver­doppelten Fleiß will ich dann im Sommer suchen, die Unterstützung wieder zu erstatten, die mir jetzt das Leben fristen und Weib und Kinder erhalten wird.

Er theilte daher seiner Frau den Entschluß mit, sich auf die Wanderung zu begeben, und traf alle Anstalten, ihn schleunig, wie das Be­dürfniß forderte, auszuführen. Aber ob sie gleich die dringende Nothwendigkeit baldiger Hilfe tief empfand, so konnte sie doch nicht ohne schmerz­liche Wehmuth sich von ihrem kantn erst, wie sie glaubte, wieder hergestellten Manne trennen. Hatte sie seinen Instand richtig beurtheilen können, so würde sie sich seiner Abreise aus allen Kräften entgegen gesetzt haben. Denn die regsaine Leben­digkeit, die ihn beseelte, war nur eine tauschende Maske der Genesung, nur das, durch schmeichelnde Hoffnung wieder angefachre, Lampchen, das noch einmal hell wieder aufflackert, und dann er­lischt. Zu ihrer Beruhigung mußte er einwilligen, Marien als Begleiterinn mitzunehmen. Sie konnte wenigstens mit jugendlicher Starke den Vater das steile Gebirg hinaufleiten, ihm die Traurigkeit des AlleinsepnS, die Mühen des weiten.