Nro. IX.

Der befreyete Sclave.

.Zieh hin in Frieden, du bist frey.

Die hohe Losung ft ) ist gespendet **) Noch heute gnädig dich der Dey ***) Ins ferne Vaterland entsendet!" *£)

Er hbrr die Fesseln klirrend sinken.

Er sieht die Freyheit freundlich winken!

Und thränenfeucht jauchzt sein Geschrey: Ich träume nicht? und ich bin frey?

*) Losung heißt unter andern auch eine an die Obrigkeit zu entrichtende Geldabgabe. In unserm Gedichte ist es so viel als LLsegeld.

**) So viel als bezahlet. Es werden nämlich oft solche Unglückliche, die von den Darbaresken zu Sclaven gemacht worden sind, entweder von ihren Verwandten, oder von ihren Re­gierungen, oder von mitleidigen und wohl­thätigen Menschenfreunden für große Summen losgekaufet. Dieß war der Fall mit dem Sclaven, von dem oben die Rede ist.

**) Dieß Wort ist schon oben erklärt worden.

-H-) Dieß sind die Worte, die ein Diener des Dey zu dem Sclaven gesagt, und womit er ihm seine, durch eingesandtes hohes Ldsegeld be­wirkte, Freyheit angekündigt hat. ^

££) Der Selave.