Kammern liegen voll Saamen, und sollt' ick» jedermann beherbergen, der an meine Thür klopfte, so müßt ich selber bald fortgehen; sucht Euch anderswo eine Herberge!" und schlug damit fein Fenster zu, und ließ den lieben Herrn stehen.
Also kehrte ihm denn der Herr den Rücken, ging hinüber in das kleine Haus, und klopfte an.
Kaum hatte er angeklopft, so klinkte auch schon der Arme sein Thürchen auf, und bat den Wan- dersmann einzutreten, und bei ihm die stacht über zu bleiben. „Es ist schon finster, sagte er, und heute könnt Ihr doch nicht weiter kommen."
Da gefiel es dem lieben Herrn, und er trat ein; die Frau des Armen reichte ihm die Hand, hieß . ihn willkommen und sagte, er mochte sichS be- guem machen und vorlicb nehmen, sie hatte» nicht viel, aber was es wäre, geben sie von Herze» gern. Dann setzte sie ein Tdpfleiu mit Ziegenmilch anS Feuer, und dieweil diese kochte, schnitt sie Brot in eine Schüssel, »in dem Gaste ei» Milchsüpplein zuzubereiten. Zu», Nachtische höhlte sie einige getrocknete Datteln und ein paar Stückchen Johannisbrot herbey. Und als alles auf- t getragen war, setzte sich der liebe Herr mit seine« Wirthsleuten zu Tische, und aß mit ihnen, und es schmeckte ihm die schlechte Kost sehr gut, den» tö waren vergnügte Gesichter dabey. Wie sie gegessen harre» und Schlafenszeit war, rief die

