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Stolz und Trägheit.
Es war schon acht Uhr des Morgens, und Emma hatte sich noch nicht sehen lassen. Auguste wunderte sich darüber. Sie wollte den Gründ davon wissen; sie schlich sich daher in Emma's Kammer.
Geräuschlos, auf den Zehenspitzen näherte sie sich Emma's Bette, schlug leise einen Theil der Gardine etwas zurück, und sah nun, wie Emma, die Träge, mit dem Kätzchen Mimi spielte.
Auguste verhielt sich ganz ruhig, um zu sehen, wie lange Emma in dieser Trägheit beharren würde; sie lauschte, und hörte nun, wie die Letztere zu dem Kätzchen sprach:
„Mimi, spiele doch mit mir! Auguste ist gewiß noch nicht aufgestanden und gestern hab' ich mehr denn zu viel lernen und arbeiten müssen. Jetzt will ich mich einmal pflegen und ausruh'n."

