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sind, von denen die Lunge den Hauptbehälter aus­macht. Diese im Körper befindliche, ihn allenthalben durchströmende und in ihm ausgebreitete Luft, wirkt mit gleichmäßiger Kraft dem Drucke der äußeren Luft entgegen und hebt so ihre Gcgengcwalt auf. Noch deutlicher läßt sich dies durch die Kugel der Luft­pumpe machen. Wenn die Luft aus derselben aus­gepumpt ist, so werden die beiden Halbkugeln durch den Druck der Luft von außen unglaublich fest zu­sammengehalten, läßt man dagegen wieder Luft in den innern luftleeren Raum einströmen, so fallen sie von selbst aus einander.

Augenscheinlich bewies es Otto vonGurrike, ein Wurgemeister in Magdeburg, auf dem Reichstage zu Regensburg 1654 dem Kaiser Ferdinand III., den versammelten Kurfürsten und Reichsständen, wie unglaublich die Macht der Luft ist, mit der sie auf die Körper preßt. Er ließ ein Paar hohle Halbku­geln verfertigen, die völlig luftdicht auf einander paß­ten; aus diesen pumpte er durch eine runde Oeff- nung, welche mit einem Hahn verschlossen werden konnte, die Luft aus. An jeder Halbkugel waren starke Ringe befestigt. Sobald die Luft ausgepumpt und der Hahn verschlossen war, mußten an jeder Seite acht Pferde aus allen Kräften ziehn; und dennoch waren sie nicht vermögend, die beiden Halbkugeln, die von keiner Schraube oder sonst einer andern Befestigung gehal­ten wurden, von einander zu reißen.

Dieser Druck der Luft ist dem Menschen und