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Tage deö Sturmes hieß die Loosung der Brüdergcmeine:Gott unser Heil! Du bist die Zuversicht aller auf Erden und ferne am Meer;" und der Tert:O ihr Kleingläubigen, warum seid ihr so furchtsam?" Da kam der Kapitän Nachmittags in unser Kämmerchen und sagte:Seien Sie nur nicht furcht­sam und bange; Gott hilft uns noch;" und so geschah es auch; denn am 1. Octobcr gegen Abend legte sich dieser schreckliche Sturm, da die Tagcöloosung hieß: Der Herr hat Großes an uns gethan, deß sind wir fröhlich!" Allerdings waren unsre Herzen voll Lob und Dank gegen den Herrn, und wir beschlossen, diesen Tag zeitlebens als ein besonderes Dankfest unsrer Bewah­rung und Errettung zu feiern, welches wir auch den Kindern, die wir nun als auf's neue uns geschenkt ansahen, zur Befol­gung empfahlen.

Der Kapitän und der erste Steuermann, welcher letzterer nahe bei den zwei Matrosen stand, als sie der Blitz traf, waren einige Tage wie krank vor Schrecken; besonders konnte der Ka­pitän sich während der ganzen Reise nicht erholen. Nachdem wir nun vierzehn Tage lang anhaltend günstigen Wind gehabt, und schon auf eine kurze Reise Rechnung gemacht hatten, wurde der Wind uns fast immer entgegen. Der 11. Oct., als der 17teTag unsrer Reise, war der erste Tag, an dem,es so windstille war, daß wir auf dem Verdeck eine Singstunde halten konnten, wozu