war, Jedem Gerechtigkeit widerfahren zu lassen; doch der Versuch, den er gemacht halte, um sein Ansehen aufeecht zu erhallen, war ganz zu seiner Zufriedenheit ausgefallen.
Am folgenden Tage gieng er bei Zeilen wieder auf dir Wies«, mit LebeSmittkln versehen, deren er mit Zustimmung seiner Eltern diesmal noch mehr bri sich halte. Er haue wahrgenommen, daß daS beste Mittel, die jun. gen Leuie^iom Bösen abzuhalten, das wäre, wenn man sie mit irgend etwas Anderem beschäftigte. Daher beschloß er dieß zu thun und glaubte eS dadurch zu bezwecken, wenn er sie in einer gewissen Eifersucht erhielte. Dieß» fall» bestimmt« er Preise für daS Laufen, für da- Ringen, ertdeille Verhaltungsmaßregeln, welche man befolgen mußte und denen man sich bereitwillig unterwarf. In der Feinen Gesellschaft wurde nun immer Gerechtigkeit gehaibhadt, und der Uebeilrelrr halle außer der Strafe üuch noch die Beschämung vor seinen Cameraden zu erdulden. Thiem war gleichsam der Adjutant deS JuliuS, der Vollzteher und Vollstrecker seine- Willens; nicht etwa weil er d.ssere Kenntnisse besaß alS die Aadein, sondern weil er alle Meinungen deS JuliuS schnell begriff und vollzog. Wenn JuliuS einen guten Grundsatz äußerte, so beeilte sich Thiem, ihn mit aller Ueberzeugung in seiner Sprache den Andern mitzutheilen; erfand JuliuS
irgend «in nützliches Spiel, so war eS Thiem, der eS
in Ausführung brachte. AlS eine- Abend- Herr von Aillo zu ihnen kam, fah er, daß sie im Heu herumliefen, sich auf dem Boden walzten und so einander damit bed.ckten. „Wie," sagte er zu seinem Sohne, „ist es nicht unpassend für dein Alter, mit solchen unnützen Dingen dir die Zeit zu vertreiben, anstatt zu arbeiten? ^ JuliuS fühlte, daß sich dieß nicht mit feiner Würde als
Lehrer vertrüge, und indem er seinen Fehler wieder gut

