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«DaS ist gleich viel, mein IuliuS," antwortete Thiem, kümmern Sie sich nicht deßwegen."
Wäre IuliuS nicht gehorsam gewesen, wie er e§ war, so würde er auf der Stelle Thiems Uneigennützigkeil mir dem Geld, das er in der Tasche halte, belohnt haben; aber sein Vater hatte ihm ausdrücklich verboten, den Kindern deS Dorfes jemals Geld zu schenken, da sie ei fast immer schlecht anwandten; er Hostie aber doch, er würde eS ihm, wenn er ihn darum bäte, erlauben; und nachdem er daS Stück Kuchen vertheilt hatte, gieng er zu Thiem und sagte ihm: „Du sollst nicht zu kurz kommen, ich verspreche eS dir."
„Beunruhigen Sie sich deßwegen nicht, mein Julius, antwortete Thiem, mit einer so fröhlichen Miene, als Hölle er «in ganzes Stück Kuchen erhallen. Julius drückte ihm darauf die Hand und sagte: „Adieu, Thiem;" und sie lrennten sich als Freunde. ,
Herr von Villo erlaubte aber seinem Sohne nicht, dem Thiem Geld zu geben, versprach aber sich nach ihm zu erkundigen, und ihn, wcnn er eS verdiente, zu unterstützen."
Dem zufolge begab sich Herr von Villo am folgenden Morge» mit feinem Sohne auf die Wiese. AlS er unter Wegs mit den Arbeitern ein wenig redete, gieng Julius voraus zu dem Ort», wo sich die Kinder zu versammeln pflegten. Er war erstaunt nur die kleinsten daselbst zu sehen; aber aus dem Geschrei und Lachen, das er hörte, schieß er, daß die anbern nicht ferne seyen. Er fand sie in der Thai hinter Büschrn versteckt, olle zusammen am Ufer deö FlusseS, der an dieser Stelle ziemlich breit war. Mitten unter ihnen bemerkte Julius zwei Knaben von iz bis r.z Jahren, welche bösartig zu seyn schienen. Sie hielten nämlich einen Hund an einen Strick angebunden und warfen ihn in den Fluß, und als das unglückliche Thier

