vorangehen; vertändle deine Zeit wo anders." Hierauf begann Julius mit Thiem unter der Aufsicht Maillard« zu arbeiten und brachten so zusammen beschäftigt einen Theil vom Tag zu, und diese Vertraulichkeit, anstatt den Einfluß deS JuliuS über Thiem zu vermindern, vermehrte ihn vielmehr; denn sie gab diesem fortwährend Gelegenheit, die Vorzüge ThiemS zu erkennen.
Die Geschäfte deS Herrn und der Frau von Villa nöthigten sie, zwei Jahr» nacheinander, auf dem Lande zuzubringen, wo sich Julius mit vielen Arbeiten
bekannt macht» und sehr oft mit Thiem mitten unter
den Arbeitern seines Vaters war, denen er nach seinen Kräften und mit vielem Eifer half. So verlor er die den Kindern in der Stadt eigene Schüchternheit, welche oft durch die geringsten Kleinigkeiten verwirrt, und oft, wenn sie von unbekannten Personen angeredet werden, keine Antwort zu geben w'flen.
Obgleich Juliu« fast ganz nach feinem Willen
die Felder durchstreifen durft«, so halt« nun ihm doch verboten, allein auf die große Landstraße zu gehen; wozu die Versuchung um so größer war, weil sie sich in der
Näh« d«S HauleS vorbeizog, so daß man olles, waS vor» gieng, genau unteischeiden konnte. Der Krieg wurde damals mit der größten Lebhaftigkeit geführt; beständig zogen Truppenabtheilungen, die sich nach dem Ort» ihrer Se
ihn wieder fortschicken; denn dann wird sein« Erziehung für dich und für ihn von keinen guten Folgen seyn."
In den ersten Tagen der Aufnahme ThiemS hatte Juliu» fast beständig mit ihm getändelt und geplaudert; daher sagte Herr von Villo zu ihm; „Wenn du meinst, du seyst noch kindisch genug, um deine Zeit mit unnützen Dingen zuzubringen, so sey eS dir gestattet; aber mit einem solchen Beispiel darfst du dem Thiem nicht

