tragen und sie sich verbindlich machen will, nur damit sie unserem Eigensinn sich jederzeit fügen."
„Ich denke, liebe Müller, fuhr Margarelha nach einiger Ueberlegung fort, das beste Miuel, um gegen Marie nicht so oft unwillig zu werden, sei, ihr daS Halstuch zu geben. Denn so oft ich'eS an ihr sehe, werde ich mich erinnern, daß ich sanflmülhiger gegen sie sein wüsse.'^
„Dieß konnte wohl sein, wie willst du es aber machen, daß du ihr eS giebst?"
„Wie meinen Sie das? was soll mich denn davon abhalten?'^
„Marie ist auf dich böse. Du wirst dich wohl noch erinnern, daß sie, als du gerade auf sie erzürnt wärest, dir ein Geschenk bringen wollte, und du warfst es ihr inS Gesicht, sagend, du wollest es nicht. Sie wird es dir zwar nicht eben so machen, aber es würde ihr gewiß «in sehr unangenehms Gefühl verursachen, das Halstuch anzunehmen, und sie dasselbe wenig freuen. Denn das steht mit der Großmüthigkeit sehr im Widerspruch, die Personen, denen man nachher einen Dienst erweisen will, nicht mit Schonung zu behandeln."
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„£>, ich weiß «4 wohl; ich rathe dir aber, abzu- lassen von der Meinung, daß du Jemanden, dem du Wohlthaten erwiesen hast, in deiner Laune beleidigen darfst, wie du es immer mit Marie machst, welche sich dir nicht zu widersetzen wagt, weil sie gegen dich Verbindlichkeiten har. Wenn ich an deiner Stelle wäre, würde ich ihr Nichts mehr geben."
„Liebe Mutter, Sie spotten über mich.^
„Nein, mein Kind; ich will dir nur sagen, daß dieß NichlS weniger als Großmulh, ja, derselben ganz entgegen gehandelt ist, wenn man von Andern nichts er

