seidenes Halstuch machen?" sagte Margarethe» weinerlich, weil man ihrem guten Willen entgegen war.

Ohne Zweifel wird sie viel Freude daran haben; aber bestimmt wird sie dafür so dankbar und von dem Gedanken, dir Mühe verursacht zu haben, so traurig sein, daß eS sie betrüben muß, wenn sie sich jeden Au­genblick von dir zornig anfahren, und sich sagen lassen soll, daß sie dir lange Weile verursache, daß sie dumm sei und hundert bergt. Sachen."

Sie betrag« sich aber auch oft so, daß ich unge- duldig werden muß."

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in Zorn, und «he man sichS versah, halte Marie ein« Ohrfeige oder einen Fußtritt.

EineS TageS war sie wieder so unerträglich, daß Marie trotz ihrer Sanftmuth so erzürnt wurde, daß sir fortging und sagte, sie werde nie wehr mit ihr spielen. Margareiha halle aber zu viel Vernunft und ein zu gu­tes Herz, um ihr Unrecht nicht selber einzusehen. Sobald nun Marie fort war, sing sie in ihrer Evmmode zu su­chen an; darauf ging sie zu ihrer Mutter, welche sich in der anstoßenden Kammer befand und daS Vorgefallene mit angehört hatte, und sagte zu ihr:Liebe Mutter, Sie haben mir dieses Jahr ein neueö seidenes Halstuch gege­ben; darf ich wohl daS, welches ich noch vom vorigen Jahre habe, Marie'n schenken?"

Wie du willst^ mein Kind, aber ich würde eS ihr nicht sogleich geben."

Warum denn? ich brauche «S ja nicht und der Marie wird es Freude machen."

Ja wohl, aber diese Freude würde durch Kummer getrübt werden, welchen du ihr, wenn du großmüthig wärest, erspart hättest/'

Aber welchen Kummer wird denn der Marie mein