t«: «Marie, nöthige mich lischt, dich wider meinen Wil len zu schelten."

Marie setzte sich sogleich ^wieder hin, und dieser Tag, welcher schlecht anzufangen schien, endigte sich zur vollen Zufriedenheit ihrer Mutter. Zum Mitlagsrssen, das im­mer sehr bescheiden ausfiel/ hallen sie zwei Stückchen Hammelbraten. «Mutter, sagte Marie/ wollten Sie mls nicht daS mit dem Bein geben?"

,,Nein, meine Tochter, antwortete ihr, Mutter/ denndu weißt ja, daß ich es selbst gern esse; und, fügt sie lächelnd hinzu, ich bin zu sehr für dich besorgt, als daß ich dir das schlechtere Stück essen ließe."

Nachmittags kam ein alter Freund von Herin Kö­nig, um dessen Frau einen Bisuch abzustatten. Er war schon ziemlich bejahrt und sehr launig und blieb bis zum Abend, zu Mariens großem Aerger, welche gerne hätte spazieren gehen mögen. Sie wollte sich darüber einige Bemerkungen erlauben, was sie sich aber doch nicht getraut«/ da sie Frau König streng anbl-ckt-, und zu dem hatt, sie Herr Lebrun bei seiner Taubheit doch nicht bemerkt/ Die arme Mari- mußte sich daher in Geduld ergeben, und sagte sogleich, als er fort war: «Nicht wahr, lieb« Mutter, Herr Lebrun, hat Sie doch recht gut un­terhalten ?"

Nein, mein Kind; aber ich muß diesem Manne' Achtung beweisen; er ist weit her gekommen und um

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brachte ihn sogleich ihrer Mutter zurück, welche lächelnd sagte: «Heule muß ich wirklich glauben, daß du mir zu­gethan bist" und Marie umarmte ihre Mutter. AlS Ma­rie jedoch bald darauf einen Accord auf ihrer Harfe schlecht spielte und ihre Mutier verlangte ihn zu wieder» holen, so wurde sie ungeduldig, worauf Frau König sag»