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haft, ich nehme mir «in noch viel mühsameres Geschäft vor, nämlich dir zu zeigen wie man arbeitet."
„Wird Ihnen denn das, liebe Mutter, so diele Mühe machen?" „Wenn du wüßtest, wie ich so erschöpft bin! Doch, öffne nur die Thüre, schließ das Fenster und bring mir mein Nadelküßchen."
,, Haben Sie denn, liebe Mutter, Schmerzen in den Füßen?"
Auf diese schnippische Frag» anlwortete ihr Frau König nicht, sondern richtete folgende Frage an sie:
„Denke dir, Marie» du wärest so leichtsinnig, baß ich fast immer schelten müßte, um dich zur Erfüllung deiner Schuldigkeit zu nöthigen; denn du weißt» daß dieß die meinig« ist, und würdest dich, da du nun in Lustenau gewesen bist, nicht mehr für verbunden glauben, dieselbe zu thun. Wie würde mich das kränken, denn ich weiß, daß du meiner nicht schonen würdest?"
„Wer sagte ihnen das?" fragte Marie empfindlich. „Du würdest dieß thun, wenn du auch größer und vernünftiger wärest. Zch sage dir, so oft du meiner bedurftest, habe ich dir angehört, jetzt ist es aber an dir, mir zu gehören, dich zu befleißigen, daß du mir nützlich bist. Thue also, was ich von dir verlange, um mir Kummer und Verdruß zu ersparen; und du wirst «S thun, denn du bist vernünftig."
„Marie stand sogleich auf und begab sich an ihre Arbeiten, fest enrschloffen, ihre Trägheit zu überwinden, waS ihr auch bald so ziemlich gelang; kurz, sie bemühte sich, jeden Wunsch ihrer Mutter, ehe sie ihn aussprach, zu erfüllen. Kaum bemerkte sie, daß sie nach ihrem Fußschemel sich umsah, so eilte sie schon damit herbei. Ein ander Mal fiel ihr ein Knauel vom Tisch herunter und rollte an das andere Ende deS Zimmers, Und Marie

