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Gemäldes eine riech nie gekannte Empfindung feiner be- mächtigle. Er betrachtete unverwandten Blicke«, und die Täuschung wurde so groß, daß sich das Wild Jesu« zu beleben und ihn anzulächeln schien. Joseph, auf daS Geländer gestützt, streckte die Arme auS, lächelte auch, und vergaß bezauberl von seinen neuen Gefühlen, alleS Uebrige zu besichtige», als er plötzlich dUtch einen Ruf in der Nähe wieder zu sich selbst kam. Er drehte sich um, und sah einen Mann, der ihn scharf beobachtete; derselbe war noch jung, seine Augen voll Feuer waren mit Wohl­gefallen auf Joseph gerichtet, 'und dieser antwortete, trotz seiner gewöhnlichen Schüchternheit, ganz unerschrocken auf die Fragen, welche jener an ihn stellte. Der Unbekannte wollte seinen Namen wissen, wag er von dem Gemälde RaphaelS dächte, worin seine Beschäftigung bestünde u. s. w. Die offenherzigen Aeußerungen Josephs, bei denen man seinen Beistand leicht bemerken konnte, zogen den Fremden an:Du bist zum Maler geboren, sagte er endlich zu Joseph, ihm die Stirne streichelnd, du weißt schon, was kein Meister dir lehren könnte; aber man muß dich fortbilden, und ich erbiete mich dazu. Hier hast du meine Addreffe; ich heisse Giurini, komme bald zu mir, ich werde etwas aus dir machen."

Joseph, bei diesen Worten von Freude durchdrungen, und den Namen eines der berühmtesten Künstlers erken­nend, gab ihm die Hand darauf, ohne ein Wort spre­chen zu können. Herr Giurini drückte ihm diese freund» lich und entfernte sich. Lange Zeit konnte sich Joseph der Berw rrung nicht enlreiffen, in die ihn dieses Ereign niß gebracht halle; aber der Tag war nicht mehr fern, an dem er dem Dienste der Frau Barbe entsagen sollte. Woll innerlicher Unruhe beschleunigte er seine Tritte und kam bald zu Herrn Barbe. Ach! die ganze Well stand