«raren, welche noch Blatter hallen, war einige Fuß breit ganz von Schnee frei, woselbst sich die Reisenden ganz trocken befanden und wenigstens in einer Lage waren, in
der sie eher die Hülfe erwarten konnten, welche nicht lan
ge wehr ausbleiben sollte, als plötzlich Catilie, unverwandten Blickes auf daS Gesträuch sehend, sich einbildete, indem sie sah, daß der Wind Blattrr und Gesträuch bewege, sie sähe eine Figur, «reich! sich bewege und sich ihr nähere; der Schrecken machte sie ganz verwirrt, sie ergriff den Arm ihrer Mutter, und ohne etwas zu sagen,
zog sie sie so schnell mtt fort, daß sie kaum durch daS
Gesträuch kommen konnten, und sich in den Wald ver, tieften, um den schrecklichen Gegenständen, von denen sie sich verfolgt glaubte, zu entgehen. Ihre Mutter erschrack und suchte sie, nachdem sie einige Schritte mit ihr g«. gangen war, zurück zu halten. „Wohin gehst du? sagte sie, waS hast du vor?" Cäcilie aber, durch die Stimme ihrer Mutter noch mehr erschreckt, well sie befürchtete, man möchte sie hören, zog sie mit außergewöhnlicher Kraft immer weiter und weiter fort, und ihre Mutter mußte ihr, da sie sie nicht verlassen wollte, folgen. Endlich kam sie wieder zu sich selbst. Sie stand einen Augen, blick still und sagte mit leiser, zitternder Stimme: „Haben Sie ihn gesehen?" „Wen?" fragte Fiau v, Richard. „In den Bäumen dort... ein Mann . . . Ich habe niemand gesehen, du irrst dich, ich versichere dich." — „O mein Gott! ich höre noch...." Und sie wollte «vieder weiter laufen; Frau v. Richard hielt sie jedoch zurück und sagte mitleidsvoll: „Liebe Cäcilie, ein wenig Vernunft und ein «venig Muth; ich versichere dich, es ist niemand in der Nahe und du darfst dich nicht sürchlen
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einmal in daS Gebüsch eingetreten war, viel weniger Furcht alS vorher. Ein Verhau, wo mehrere Bäume beisammen

