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„Oben aus dem Bodenkammerfenster guckt sie heraus!" rief Thea, und flog wie ein Pfeil die Treppe» hinauf.
Josephe schrie laut auf und wollte nach, doch ihre Füße klebten am Boden. Alle Uebrigen, von dem Schrei getroffen, eilten herbei, fragten die llrsache von der Zitternden heraus, und folgten in wenigen Minuten der Entdecken», die in stiller Angst vor dem Kännnerchen stand, den» es war verschlossen, und der Schlüssel fehlte.
Sie wandte sich um und flüsterte den Andringenden entgegen: Um Gottcswillen still! Ich habe durchs Schlüsselloch gesehen, da« Kind hängt mit dem halben Leibe auS dem Fenster; wird sie angerufen, oder erschrickt, so verliert sie das Gleichgewicht und stürzt hinunter!"
Die Hofrathin sank mit einem Angstseufzcr auf eine Kiste nieder und rang die Hände. „Wo ist der Schlüssel?" fragte mit gepreßter Stimme der Hofrath.
„Er steckt sonst immer, wird nie abgezogen/' erwiderte Thea, „doch hier findet sich nichts."
„Aber unser großer Hauptschlüsscl muß das Schloß öffnen."
„Nein," flüsterte die Tante, „dies ist ein altes Schloß, das nur seinem eigenen Schlüssel gehorcht."
„Ich will." sagte Fritz, „Josephe fragen, ob sie etwa» von dem Schlüssel weiß, wo nicht, so schaffe ich Leitern herbe! und steige hinaus."
Er eilte fort. Der Hofrath überlegte noch. ob er einen Schlosser herbeiholen, oder die Thür mit einem Beile einschlagen solle, zögerte jedoch, ein so verzweifeltes Büttel anzuwenden, wegen des erschreckenden LärmS, den es hervorbringen mußte, als auch Thea am Ende eines Gedankenganges angekommen war. „Das Kind ist sicher dahinein gelaufen, hat die Thür vielleicht offen gelassen, der Wind. oder Cilchen selbst hat sie zugeworfen, der Schlüssel ist herausgeflogen, er muß da sein." Sie sah aufmerksam die Umgebung an. „Hier ist eine kleine
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