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mal meinen Platz einnehmen, und dann für die Mannsen auch noch arbeiten!"

Ging Magdalene aber in andere Häuser, so ward das Schicksal des kleinen Konrad schwankender. Waren Kinder seines Alters im Hanse, so nahm sie ihn wohl mit, wenn sie vermuthen konnte, er sei gern gese­hen, doch nicht immer lief das Wagniß gut ab. Waren die Gefährten jünger als er, so wußte er sehr gut mit ihnen zu Verkehren und zu spie­len, waren sie aber älter, so zauseten sie ihn, und es gab Zank und Schlägereien, oder er lernte manches garstige Wort von ihnen, worüber die jungfräuliche Pflegemutter sich entsetzte.

Da versuchte fie9, nach vielen Verwarnungen, ihn allein zu Hause zu lasse»; Mittags kam sie dann auf eine halbe Stunde und gab ihm zu essen. Doch das war auch ein schlimmes Ding! So lange der Winter noch nicht streng in8 Land gekommen war, überließ sie dem Kleinen Hof und Gartchen und schloß ihr Häuschen zu, da draußen fand er genug zu thun und zu spielen, bald mit der grau und weißen Mieze, bald mit den drei Hühnern, die er so zahm gemacht hatte, daß sie ihm überall nachliefen, ja auf seinen Schooß und auf seinen Kopf flogen, bald mit Holzklötzchen oder Heuhäufchen. Schmutzig fand ihn Magdalene wohl, wenn er einen Berg hatte im Hofe machen, oder einen Bach im Garten anlegen wollen; aber niemals beschädigt, und sie freute sich immer so sehr, wieder zu Hause und bei ihrem Kinde zu sein, daß sie wegen einiger Schmutzflecke den Ton zürnenden Tadels nicht finden konnte.

Ei» Anderes war es, als sie bei hartem Schneewinde Konrad in ihre Stube eingeschlossen hatte, und ihn Abends mit blutender Wange wiederfand. Auf ihre hitzige Frage nach der Ursache gestand er, er sei vom Stuhle gefallen. Da mußte er die Hand herhalten, und bekam einige tüchtige Hiebe hinein. Er weinte still und versprach, er wolle es