nicht wieder thun. Später als die Pflegeniutter vernahm, er sei nur deshalb auf den Stuhl geklettert, um zu sehen, ob sie noch nicht wiederkomme, war sie gerührt! doch sie bereuete ihre Schläge nicht! denn Konrad nahm sich künftig besser in Acht. Sie gab ihm Linsen und Erbsen zu lesen, in einer Fibel die Buchstaben zu lernen, auch ließ sich die faule Mieze zuweilen vom Ofen locken, um Kameradschaft mit ihm zu machen. So ging der Winter vorüber, und das schöne Osterfest kan> heran, es brachte den Christenherzen Freude und neues Leben, der Natur den Frühling, den Kindern bunte.Eier und Konrad in die Schule.
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Zweites Kapitel.
Thiere und Menschen.
ES war ein großer Tag für den kleinen Konrad, als er mit seinem Fibelbuche zuerst nach dem Schulhause wanderte, und den ernsten Schulmeister mit den dichten, schwarzen Augenbraunen, den er schon einmal mit seiner Muhme besucht, nun in der vollen Feierlichkeit seiner AmtS- verrichtungen sah. Seine Spannung sowohl als seine Ehrfurcht waren grenzenlos, ja er kam sich selbst wie eine ordentliche Person vor, als der Schulmeister ihn bei seinem ganzen Namen aufrief, und ihm hinter den zuletztgekommenen Pastor? Friedet, Försters Wilhelm und Schulzens Hans, und verschiedenen anderen Jungen von geringerem Range, als Unterstem seinen Platz anwies.
Er fürchtete nur, nicht verstehen und fassen zu können, was ein so ehrwürdiger, großer Mann sage, und horchte ordentlich heißhungrig auf dessen Worte. Doch sein Bangen schwand, als der Meister die Buchstaben vorzeigte, die Neulinge fragte, ob sie diese schon kannten, und der

