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über die Art, wie ich die Wörter zusammensetze, und mit dem Rechnen miU’8 auch nicht recht fort, da giebt's oft Schelte..."
„Rechtschreibung und Schnellrechnen," rief Konrad, „das kannst Du bei mir lernen, Käthe! In den Wochentagen will ich Dich immer nur kurze Zeit besuchen, da haben wir Beide keine Zeit; aber Sonntags, da komme ich länger. Es ist keine Zauberei, Käthche», Du wirst es schon lernen!"
Das hatte Konrad nur gefehlt; längst drückte es ihm das Herz ab, daß er immer zuhören mußte und gar nicht lehren konnte. Nun hatte er eine liebe Schwester, der er Alles erzählen, und eine eifrige Schülerin, die er in Vielem unterrichten konnte.
Das waren einmal liebliche Stunden, wenn die Geschwister zusammen auf Käthens Bodenkammer saßen, sich alle ihre Leiben und Freuden anvertrauten, und ihr Bestes thaten im Lehre» und Lernen!
Einst als Konrad Sonntag Nachmittags kam, fand er seine Schwester nicht in ihrer Kammer; er sah eben ihre letzten schriftliche» Uebungen nach und freuete sich über ihre Fortschritte, da kam sie mit betrübter Miene, mit Thräne» in den Augen herein. „Ach, Konrädchen, Du schon hier! ich hatte mich verspätet!"
„Was fehlt Dir, Käthchen? Du bist doch nicht gescholten worden?" „Nein," lächelte sie, indem sie ihre Thränen abtrocknete, „mit mir ist's nichts der Art, der Herr ist jetzt immer ganz zufrieden mit mir. Ich war nur eben im Nachbarhause, da wohnt ein Maurer, der hat ein krankes Züngelchen, das ich lieb habe und zuweilen besuche. Der kleine Johannes hat ein unheilbares Uebel am Fuße, seine Mutter ist todt, seine Schwester geht Werkeltags in die Schule, und verläßt ihn auch Sonntags oft, und sein Vater ist ein wüster Mann, der sich wenig um ihn kümmert. Da besuche ich ihn zuweilen, so oft ich kann."

