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ganz schwarz. Jetzt verabschiedete er sich von den Bäuerinnen, und wandte sich nach der Gartenthür. Eilig trat ihm Konrad entgegen, und blieb erstaunt, fast geblendet stehen. Ein Antlitz von solcher heiliger Liebe und geistiger Macht erleuchtet, hatte Konrad noch nie geschaut. Der Fremde grüßte und sagte mit klangvoller Stimme:Ich kann nicht ziveifeln, daß ich gleich an den Rechten gekommen bin, Sie sind Herr Weise, der Gehülfe des Schullehrers hier?"

Konrad bejahete, und der Fremde wußte mit solcher Ueberlegenheit und hinreißenden Theilnahme durch einige Fragen diesen gleich in die Mitte seiner Amtsführung und seiner Lebensschicksale zu stellen, daß er unbefangen und zutraulich dem Fremden, >vie einem Vater, sein ganzes Herz erschloß, und seine Seele ihm offen darlegte, mit Allem was sie erstrebte.

Beide saßen zusammen auf einer Bank unter dem Apfelbaum, Konrad horchte mit Andacht, erzählte mit Feuer, und fühlte dabei eine unbeschreibliche, innere Befriedigung: noch nie hatte er mit einem Menschen geredet, der ihn so völlig verstanden, ja der ihm geholfen hatte, sich selbst zu verstehen. Aber diesen Menschen kannte er gar nicht, er wußte nicht einmal seinen Namen! Dieser Gedanke flog dem Jünglinge durch den Kopf, während der Fremde sprach, er warf einen forschenden Blick auf diesen, und bemerkte, daß unter seinem offenen Ueberrocke ein gol­denes Kreuz hervorblitzte.

Mein lieber junger Freund, Konrad Weise," sagte der Fremde lächelnd,ich habe vergessen, Ihnen zu sagen, wie ich heiße, es wäre derlei kaum nöthig zwischen uns, denn wir verstehen u»S doch gut; aber Sie haben gleiches Recht wie ich. Ich bin der Bischof Hellweg aus dem Nachbarlande, ich kam auf meiner Visitationsreise hier durch, ich spreche gern mit dem Volke, fragte als Mann von Fach nach der Schule, und ward auf Sie aufmerksam, verlangend Sie kennen zu lernen."