schlitz er, und bat diese», seine Aufnahme in das höhere Seminar zu vermitteln.
Zur rechten Zeit kam der neuernannte Schulmeister, ein wohlwollender Mann tu mittlern Jahren, an, Konrad berichtete ihm einfach, >vaS er gethan, und legte Alles in seine Hände, dann wanderte er weg, weithin auf seiner Straße begleitet von seine» dankbaren Schülern, und reich beschenkt von deren Eltern.
ES war ihm wehmüthig zu Sinne, doch fühlte er sich tief befriedigt, theils durch das glückliche Gelingen seines ersten Wirkens, theils durch die Aussicht auf neue, geistige Nahrung, neues Wachsen und Vorwärtsschreiten. „Wie tief durchschaute mich jener prophetische Mann," dachte er, „jener Dollnietscher Gottes, als er, ohne daß ich selbst noch etwas Klares von diesem Bedürfniß wußte, mir es voraussagte, mich antrieb, ihm zu genügen."
Als Konrad in der Hauptstadt ankam, und sich beim Inspektor meldete, ward er sehr freundlich von diesem aufgenommen, und ihm ein naher Tag zu seiner Prüfung genannt. Zu dieser stellte sich auch Steinbrecher ein, sie fiel eben so gut und noch besser auS, als die erste, und Konrad war so glücklich, seinem Beschützer Ehre und Freude zu machen.
Ehe er ins Seminar eintrat, besuchte er seine liebe Muhme, und fand sie wohl, doch schien sie ihm sichtlich älter zu iverden, und er freute sich darauf, sie nach wenigen Jahren in seinem eigenen Amtshause — das ihm Gott bis dahin wohl bescheeren werde — zur Ruhe zu setzen, und nach Herzenslust zu pflegen.
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da starb der alte Schulmeister. Die Hoizendorfer dachten nichts anders, als daß der Gehülfe diese Stelle gleich behalten müßte, ja sie kamen sogar beim Consistorio deshalb ein, doch dies entschied, daß der Gehülfe noch zu jung sei, und daß ihni nur vergönnt werden könne, die Schule so lange zu verwalten, bis ein neuer Schnlnieister angestellt sein würde. Damit war Konrad wohl zufrieden, er wandte sich an seine» treue» Be-

